Agio

Im Zusammenhang mit einem Darlehen versteht man unter einem Agio, einen mit ausgezahlten Aufschlag, auf den eigentlichen Kreditbetrag. Das Gegenteil des Agio ist ein Disagio, bei dem ein Abzug von der Kreditsumme erfolgt.

Avalkredit

Unter dem Avalkredit versteht man eine vertragliche Konstruktion, die eine Bürgschaft zur Verfügung stellt, um eine Forderung zu besichern. Die Bürgschaft wird in der Regel durch ein Geldinstitut, gegen Zahlung einer prozentualen Provision ausgestellt.

Autokredit

Der Autokredit ist eine Form des Anschaffungskredites, speziell auf den Erwerb von Kraftfahrzeugen ausgerichtet. In Zusammenhang mit diesem Darlehen wird in vielen Fällen das erworbene Fahrzeug an die kreditgebende Bank sicherungsübereignet.

Basel II

Unter Basel II werden alle Eigenkapitalvorschriften gefasst, die der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht innerhalb der vergangenen Jahre in Bezug auf die Kreditvergabe allen europäischen Banken vorgegeben hat und die zum Ziel haben, dass Bankausfallrisiko zu minimieren.

Bauspardarlehen

Ein Bauspardarlehen wird dem Kreditnehmer im Rahmen eines Bausparvertrages gewährt. Innerhalb des Vertrages spart der Kunde einen fixierten Betrag an und sichert sich während dieser Phase bereits einen günstigen Darlehenszins, für den später in Anspruch zu nehmenden Kredit zur Baufinanzierung.

Bonität

Unter der Bonität versteht man die Einschätzung einer Person oder eines Unternehmens in Bezug auf dessen wirtschaftlichen Status. Neben konkreten Vermögenswerten fließen in diese Beurteilung auch Verhaltensweisen, regelmäßige Einkünfte und Ausgaben, sowie spezifische Auffälligkeiten in Bezug auf Finanzen ein.

Darlehen

Ein Darlehen ist eine Kreditform, bei der durch den Darlehensgeber ein fixierter Betrag oder eine definierbare Sache an den Darlehensnehmer zur Verfügung gestellt wird, der dafür einen vereinbarten Betrag in Form von Zinsen oder Gebühren zahlt. Der Darlehensvertrag endet mit der vollständigen Rückzahlung des gewährten Betrages oder mit der Rückgabe der geliehenen Sache.

Darlehensnehmer

Als Darlehensnehmer wird derjenige Vertragspartner innerhalb eines Darlehens- oder Kreditvertrages bezeichnet, der durch den Darlehensgeber einen vereinbarten Betrag oder eine bestimmte Sache zur Verfügung gestellt erhält.

Disagio

Das Disagio ist ein Abzug, der an einem Kreditbetrag vorgenommen wird, um bereits zu Beginn der Laufzeit bestimmte Gebühren oder Aufschläge durch den Kreditgeber zu realisieren. Kommt es stattdessen zu einem Aufschlag auf den Kreditbetrag, so spricht man von einem Agio.

Dispositionskredit

Der Dispositions- oder auch Überziehungskredit bezeichnet einen Betrag, der in Bezug auf ein bestimmtes Girokonto dem Bankkunden, über seinen eigenen Vermögensrahmen hinaus, gegen Zahlung eines Zinses zur Verfügung gestellt wird.

effektiver Jahreszins

Innerhalb von Kreditvereinbarungen mit Zinsfestschreibung bis zum Ende der Vertragsdauer, versteht man die Gesamtbelastung eines Darlehens pro Jahr Laufzeit. Neben den Zinsen werden zu dessen Festlegung auch Disagios, Tilgungen und Gebühren einbezogen.

Fremdwährungskredit

Erfolgt die Auszahlung eines Darlehens in einer fremden Währung, so spricht man von einem Fremdwährungskredit. Dieser unterliegt in seinen realen Kosten den jeweiligen Währungsveränderungen und beinhaltet insofern sowohl Chancen als auch Risiken.

Kreditbetrug

Der Tatbestand eines Kreditbetruges gilt dann als erfüllt, wenn innerhalb der Beantragung eines Kredites falsche Angaben gemacht werden, welche die Situation des Antragstellers vorteilhafter darstellt, als sie es wirklich ist, ohne dass der Kreditgeber hiervon Kenntnis erhält.

Kreditlinie

Unter der Kreditlinie versteht man den auf einem Konto eingeräumten, maximalen Überziehungsrahmen. Während dieser im Bezug auf die Dispositionskredite von Privatpersonen erst bei Ausschöpfung zu Kosten führt, werden für die Kontokorrentkredite von Unternehmen auch ohne deren Ausschöpfung so genannte Bereitstellungszinsen berechnet.

Kreditinstitut

Die umgangssprachliche Bezeichnung für ein Kreditinstitut ist Bank oder Bankinstitut. Nach dem KWG (deutsches Kreditwesengesetz) gilt ein Unternehmen dann als Kreditinstitut, wenn Bankgeschäfte in einem professionellen Umfang durchgeführt werden.

Kredit ohne Schufa

Von einem Kredit ohne Schufa spricht man dann, wenn sowohl im Verlauf des Antrages die Schufa Einträge des Kreditnehmers nicht eingesehen werden und der gewährte Kredit selber im Gegenzug auch nicht in die Schufa-Datenbank eingetragen wird. Da das Risiko einer entsprechenden Kreditvergabe für den Kreditgeber meist risikobehafteter ist, als der Kredit mit Schufa, sind hier meistens die Zinsen höher.

Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit ist der Überziehungskredit von Unternehmen auf deren Firmenkonten. Im Bereich des Privatkundengeschäftes wird dieser als Dispositionskredit bezeichnet. Während der Dispositionskredit erst dann Zinsen auslöst, wenn er tatsächlich in Anspruch genommen wird, löst der Kontokorrentkredit einen so genannten Bereitstellungszins aus.

Laufzeit

Unter der Laufzeit im Bezug auf Kredite versteht man den vereinbarten Zeitraum eines Kreditvertrages, nachdem die vollständige Rückzahlung des geliehenen Betrages erfolgt sein soll.

Lombardkredit

Der Lombardkredit ist ein Sachkredit, in dessen Rahmen eine dingliche Sicherheit zur Absicherung des Darlehensbetrages zur Verfügung gestellt und an den Kreditgeber verpfändet wird.

Lieferantenkredit

Unter dem Lieferantenkredit versteht man einen Warenkredit, der dadurch gewährt wird, dass Ware gegen eine offene Rechnung zur Verfügung gestellt wird.

Personalkredite

Mit Personalkrediten werden Kreditformen zusammen gefasst, deren Bewilligung auf die Person des Kreditnehmers und nicht auf Sachsicherheiten abgestellt sind.

Postidentverfahren

Im Rahmen des Postidentverfahrens werden die Personendaten eines Bürgers durch die Zustellung eines Poststückes überprüft. Bei der Aushändigung der Briefsendung kontrolliert der Postmitarbeiter den Ausweis des Empfängers und bestätigt die entsprechenden Angaben gegenüber dem Versender.

Restschuldversicherung

In Ergänzung zu dem eigentlichen Versicherungsvertrag fordern Banken von ihren Kunden häufig eine so genannte Restschuldversicherung, bei der das Kreditrisiko versichert wird. Die gängigste Form ist hierbei der Abschluss einer Lebensversicherung, die im Todesfall für die Restschuld des Kreditnehmers aufkommt.

Schufa

Die Schufa Holding AG, auch Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, mit Sitz in Wiesbaden wurde bereits 1927 gegründet und sammelt Verbraucherdaten, die Rückschluss auf die Bonität der vertretenen Bürger geben.

Vorfinanzierungskredit

Beantragt ein Kreditnehmer ein Darlehen, um damit die Wartezeit auf einen bereits bekannten Geldbetrag zu überbrücken, so spricht man von einem Vorfinanzierungskredit. Bei der erwarteten Zahlung kann es sich zum Beispiel um eine Versicherungsleistung oder den Verkaufserlös einer Immobilie handeln.

Zinsen

Im Zusammenhang mit Krediten versteht man unter den Zinsen diejenigen Beträge, die für die Inanspruchnahme eines Darlehens zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer vereinbart wurden. Die konkrete Höhe der Zinsen hängt neben der allgemeinen Geld- und Kreditmarktlage hauptsächlich von der Höhe des Risikos ab, das der Kreditgeber dem Vertrag unterstellt.